22.01.2013

Das Betriebssystem für die Cloud: Warum sich der Umstieg auf Windows Server 2012 lohnt

Rund 300 Neuerungen bringt Windows Server 2012 im Vergleich zu seinem Vorgänger mit sich, die meisten davon in den Bereichen Netzwerk, Internetanbindung und Cloud-Fähigkeiten. Die wichtigste Neuigkeit lautet dabei für Administratoren: Windows Server wird trotz der Fülle an neuen Funktionen nicht unübersichtlicher, sondern im Gegenteil wesentlich effizienter, schneller und leichter zu verwalten. Für alle, die noch nicht zu Server 2012 gewechselt haben, im Folgenden eine kurze Übersicht über wesentliche Änderungen.

Alles im Blick

Der Funktionsumfang von Windows Server wurde einerseits erhöht, dafür wurde bei den Produktvarianten aber abgespeckt. So stehen für den Benutzer aktuell nur noch „Standard“ und „Datacenter“ zur Auswahl. Die Unterschiede liegen dabei eigentlich nur bei der Lizensierung. Was nach der Installation von Windows Server 2012 sofort ins Auge fällt, ist der überarbeitete Server-Manager mit neuer Metro-Oberfläche. Die ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig, ist aber verknüpft mit zahlreichen neue Funktionen. So sind etwa wichtige Verwaltungswerkzeuge nun direkt über den Menüpunkt „Tools“ zugängig. Damit hat man die wesentlichen Tools sofort im Blick. Das Gleiche gilt für alle installierten Serverrollen, die der Server-Manger automatisch gruppiert anzeigt.

Keine lästigen Neustarts mehr

Auch die Assistenten zum Hinzufügen von neuen Rollen und Features sind in Windows Server 2012 neuerdings zusammengefasst. Dadurch wird es möglich, gleich mehrere Serverrollen und Features über einen einzelnen Assistenten auf einmal zu installieren. Ständige und lästige Neustarts sind damit Vergangenheit. Dabei hat man bei der Installation von Serverrollen über den Assistenten nicht nur die Auswahl zwischen physischen Server im Netzwerk, sondern kann auch auf virtuelle Festplatten auf Hyper-V-Hosts zugreifen.

Die Zukunft heißt Hyper-V

Überhaupt ist beim Windows Server 2012 deutlich die Absicht zu erkennen, die Möglichkeiten in punkto Virtualisierung und Cloud-Computing massiv auszubauen und somit dem Konkurrenten VMware eins auszuwischen. So bekommen Unternehmen mit Hyper-V 3.0 alles dafür Nötige an die Hand, um komplett oder auch nur teilweise in die Cloud zu gehen: Dazu gehören etwa eine breitere Hardware-Unterstützung, mit der sich relativ preiswert ausfallsichere Systeme konstruieren lassen; und neue Funktionen wie „Replica“, mit deren Hilfe sich eine virtuellen Maschine via Kontextmenü oder Zeitplaner auf einen anderen Server kopieren lässt. Dafür braucht es keine kostspielige Spezialhardware. Sondern die einzige Voraussetzung dafür ist, dass auf dem anderen Server ebenfalls Hyper-V läuft und eine aktive Netzwerkverbindung zwischen den Servern existiert.

 

Server-2012 Was bietet er?

 

Alles unter Kontrolle

Beim Thema Zugriffsschutz gibt es ebenfalls wichtige Neuerungen. Erwähnenswert ist hier vor allem das neue Feature „Dynamic Access Control“, mit dem sich Dateien mit sogenannten Identity-Tags versehen lassen. Dadurch hat man zum Beispiel die Möglichkeit, nur Nutzer von bestimmten Geräten aus den Zugriff auf Dateien zu erlauben. Eine weitere wichtige Neuerung in diesem Zusammenhang: Während sich die Benutzer früher zwischen der Verschlüsselung mit Bitlocker oder der Ausfallsicherheit durch einen Cluster entscheiden mussten, ist beim Server 2012 nun endlich beides möglich. Auch das bringt einen entscheidenden Sicherheits-Vorteil.

Stärkung der Powershell

Eine weitere wichtige Neuerung bei Windows Server 2012: die Shell hat nun eindeutig mehr Power. So lassen sich bei Server 2012 nun mit der Powershell alle Funktionen per Kommandozeile, über Scripte und auch aus der Ferne steuern. Das macht aber natürlich nur Sinn, wenn die Powershell von Administratoren auch wirklich genutzt wird. Da das laut Microsoft bisher angeblich kaum der Fall war und damit Administratoren die Scheu vor Powershell verlieren, gibt es bei Windows Server 2012 beispielsweise nun die Möglichkeit, Befehle, die im Server-Manager abgesetzt wurden, über eine History im Powershell-Syntax abzurufen.

Schnellere Fehlersuche

Zu guter Letzt noch das Thema Fehlerkorrektur. Anstatt wie bisher üblich offline nach Dateisystemfehlern zu suchen und diese zu reparieren, wird beim Windows Server 2012 das Dateisystem nun im laufenden Betrieb geprüft und repariert. Erst wenn bei der Überprüfung konkrete Fehler gefunden werden, muss man das System neu starten und anschließend eine Offline-Reparatur durchführen.  Der Vorteil: die Fehlersuche und -korrektur wird extrem beschleunigt.

Als Fazit lässt sich somit sagen: Windows Server 2012 bietet von der Server-Installierung und Verwaltung über die Virtualisierung bis hin zur Fehlerkorrektur nicht nur viele sondern vor allem auch überzeugende neue Features. Vor allem große Unternehmen, die vermehrt auf Virtualisierung setzen, auf Cluster und auf Hochverfügbarkeit, können von der Arbeit mit Server 2012 profitieren. Aber auch für kleinere Unternehmen bietet Windows Server 2012 tolle neue Tools, mit denen sich effektiv und kostengünstig arbeiten lässt.

Unsere Seminar-Tipps zum Thema:

MS-51104  First Look: Microsoft Windows Server 8 / Windows Server 2012

 

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Jürgen Moises ist im PROTRANET INSTITUT für Buchstaben, Wörter und Sätze zuständig und versorgt Sie in diesem Blog mit Insider-Wissen aus dem Institut und aus der Branche.

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