15.03.2013

Alles ist App: Warum Listen und Bibliotheken bei SharePoint 2013 jetzt plötzlich „Apps“ heißen

Sie sind überall. Auf fast allen Computern und Telefonen sind sie zu finden und fast täglich warten neue im Internet zum Download. Die Benutzung von Apps ist vor allem für junge Smartphone-Benutzer so normal geworden, dass fast keiner mehr von Funktionen, Anwendungen, Programmen, usw. spricht, sondern nur noch von „Apps“. Das haben auch die SharePoint-Entwickler bei Microsoft bemerkt und um die Benutzung von SharePoint 2013 zu vereinfachen, nennen sie die Listen, Dokumentbibliotheken, Bildbibliotheken, Diskussionslisten, usw. neuerdings Apps. Eine gute Idee?

Ein Kalender ist eine Liste ist eine App?

Anlass dafür, über die bisherige Kategorien-Einteilung nachzudenken, war laut SharePoint-Entwicklerteam die Konfusion, die die rein technische Unterscheidung zwischen Listen, Dokumentbibliotheken, Bildbibliotheken, usw. bei vielen Benutzern auslöste. Wieso werden „Umfragen“ und „Bildbibliotheken“ mit nur einem Elementtyp als eigenständige Kategorien aufgeführt? Wer denkt bei einem Kalender schon an eine Liste? Das waren Fragen, die die Entwickler von SharePoint-Benutzern immer wieder zu hören bekamen.

 

Apps als neue Herausforderung

Dann kamen die Apps, und waren plötzlich überall. Und die Programmierer bei Microsoft mussten sich irgendwann fragen: Wie gehen wir damit um? Wie integrieren wir Apps als eine neue, eigenständige Kategorie in Standardprogramme wie Word, Excel oder SharePoint? Bis sie merkten, dass es eigentlich lächerlich ist, Apps als eigenständige Kategorie mit aufzunehmen, da „App“ vom Kalender über  den Taschenrechner bis zum Spiel eigentlich alles bedeuten kann; und die Entscheidung darüber, was genau man jetzt als „App“ bezeichnet und was nicht, nur zu ständigem Kopfzerbrechen und zu weiterer Konfusion führt.

Apps als Erleichterung?

So kam man schließlich auf die Idee, anstatt „Apps“ als eine neue, zusätzliche Kategorie bei SharePoint einzuführen, die bisherigen Kategorien bzw. Funktionen als Apps zu denken und auch so zu nennen. Weil der Verzicht auf eine „saubere“ technische Unterscheidung zwar  bei manchem Technik-Spezialisten zu gesträubten Nackenhaaren führen könnte, dem „normalen“, mit Apps vertrauten  Nutzer die Arbeit mit SharePoint aber vielleicht erleichtert. Und laut den bisherigen, angeblich sehr positiven Rückmeldungen hatten die Entwickler mit dieser Vorhersage auch recht.

Neue Funktionen dank downloadbarer Apps

Ob es nun ein Vorteil ist, ob die bisherigen SharePoint-Funktionen jetzt plötzlich „Apps“ heißen und ob man damit besser zurecht kommt als bisher, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Noch weit spannender als die Apps-oder-Kategorien-Frage ist aber eine damit verbundene, weitere Neuerung, nämlich: dass Microsoft für SharePoint 2013, Excel 2013, Outlook 2013, Project 2013 und Word 2013 einen eigenen Office App-Store eingerichtet hat. Mit den dort zum Downoad angebotenen Apps lässt sich die Funktionalität von SharePoint nicht nur permanent erweitern; sondern man kann nach von Microsoft vorgegebenen Kriterien für den Shop auch selber SharePoint-Apps entwickeln.

Auf diese Weise lässt sich nicht nur das Problem lösen, dass man wichtige Funktionen bei SharePoint wegen einer verwirrenden Kategorieneinteilung nicht findet; sondern auch das, dass es die gesuchte wichtige Funktion im eigenen SharePoint-Programm noch gar nicht gibt. Und zwar, indem man sich die fehlende Funktion einfach als App besorgt. Oder, die technischen Fähigkeiten vorausgesetzt, sie einfach selbst entwickelt. In dieser Hinsicht ist das neue Alles-ist-App-oder-wird-es-bald-sein-Modell wirklich ein entscheidender Fortschritt.

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Jürgen Moises ist im PROTRANET INSTITUT für Buchstaben, Wörter und Sätze zuständig und versorgt Sie in diesem Blog mit Insider-Wissen aus dem Institut und aus der Branche.

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