12.01.2017

Kognitive Technologien und BIG DATA

Anfang 2016 prognostizierten wir in einem Blog für das Jahr 2016, dass Semantik dank BIG DATA ein wichtiges Thema für dieses Jahr werden soll.
Wir berichteten wie zukünftige semantisch ausgerichtete Algorithmen neue Programme entstehen lassen, welche die Wirtschaft entscheidend verändern werden.

Auszug aus dem Blog: „…Textmining- und semantischen Technologien haben in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht und neuere Algorithmen sind bereits aus den Startlöchern heraus ….“

Die Wirklichkeit hat unsere Prognose nicht nur bestätigt, sondern wurde von der Wirklichkeit weit übertroffen. Unter dem Begriff Cognitive Computing hat sich eine neue perspektivische Auswertung von Daten in der IT-Landschaft auf den Weg gemacht, welche genau auf diese semantischen Methoden aufbaut.

Viele prognostizieren es für die Zukunft, jedoch bereits heute sind Daten der wichtigste Rohstoff. Und auch jetzt gibt es schon zu viele davon, 88% der Daten sind laut Cloudikon unstrukturiert und bleiben deshalb ungenutzt. Wie auch wir bereits mehrfach in unseren Beiträgen angeführt haben, sind wegen der dramatischen Zunahme an Datenvolumen, also vor allem die Analyse-Fähigkeiten gefragt, Datenströme sinnvoll auszuwerten.

Cognitive Computing nutzt die semantischen Fähigkeiten eines Menschen

Das menschliche Gehirn ist in der Lage mit über etwa hundert Milliarden Nervenzellen (Neuronen) gleichzeitig mit 10.000 anderen Synapsen laterale Verbindungen zu schaffen, um so Daten sinnvoll zu verstehen. Dies ergibt über 100 Billionen (= 10 hoch 14) Aktionspotentiale, die in Wechselwirkung treten können. Nimmt man die Zahl aller möglichen Verbindungen zwischen den Hirnzellen, ist dies eine Zahl, die größer ist als die angenommene Zahl der Atome im gesamten Universum. Die Länge der Nervenfasern (Axone) ergibt rund eine Million Kilometer.
Bei der Aktivierung von Erregungsmustern entstehen innerhalb einer Sekunde Millionen von zusammenhängenden Mustern in den verschiedensten Hirnregionen gleichzeitig. Dabei wird ein Informationsvolumen ausgewertet, das jeden der größten Computer der Welt als einen simplen Taschenrechner dastehen lässt. Obwohl man weiß, in welchen Gehirnteilen heute bestimmte Abläufe gesteuert werden, sind weitgehend die mentalen Mechanismen der Auswertung bis heute noch ein Rätsel. Doch das wenige was man weiß, beruht auf der Fähigkeit semantische Explorationen vorzunehmen. Als Ähnlichkeiten nicht nur zu erkennen, sondern auch in einen Zusammenhang mit verschiedenen möglichen Bedingungen und Hintergründen zu sehen.

Nase läuft schneller

Ein einfaches Beispiel kann dies verdeutlichen. Der Unterschied zwischen „einer laufenden Nase“ und „einem laufenden Fuß“ ist gravierend und so simpel sich dieses Beispiel doch für uns Menschen liest, kann die herkömmliche Datenanalyse im engsten Sinne dies kaum unterscheiden.
Angelehnt an diese menschliche Denkweise ist die IT auf dem Weg semantische und kognitive Technologien zu entwickeln, um die wachsende Datenflut bewältigen zu können. Der Unterschied zur bisherigen Datenanalyse ist beträchtlich.

Die Fähigkeit der Bewertung von Informationen und Zusammenhängen, wie Nase und Fuß können Maschinen nicht leisten. Jedoch kann die menschliche Fähigkeit semantische und kognitive Schlussfolgerungen zu leisten, eine Matrix dazu liefern. BIG DATA bringt dafür auch die Möglichkeit mit sich, Daten und die Beherrschung der Auswertung zu ermöglichen.

Vor allem für unsere deutsche Wirtschaft ist es wichtig, in der zunehmend globalisierten Unternehmenswelt wettbewerbsfähig zu bleiben. Noch unterschätzen viele Unternehmer die Auswirkungen von BIG DATA im Zusammenhang mit den globalen Ansprüchen an den Wettbewerb. Desto mehr muss eine Art digitaler Aufklärung den sinnvollen Umgang, die Auswertung und zielführende Nutzung von Daten belegen.

Der Zugang zu den Daten ist offen

Auf den Rohstoff „Daten“ haben heute in breiter Masse viele Unternehmen einen freien Zugang, doch nur wenige nutzen diese als wichtigste Komponente für den Unternehmenserfolg. Kein Wunder, denn den meisten möglichen Anwendern stellen sich die Daten ungeordnet und schwer einsehbar dar.

Die heutigen Computer-Systeme sind aber aufgrund ihrer zunehmenden technologischen Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit soweit, zwischen einer Nase und einem Fuß zu unterscheiden. Die Systeme sind zudem lernfähig und können bereits in Echtzeit weitreichende Auswertungen als Grundlage für geschäftsstrategische Entscheidungen liefern. Der Weg zu eigenständigen Entscheidungen durch Computer ist nicht mehr weit. Eine wesentliche Voraussetzung des echten Industrie 4.0 Ansatzes. Die Majors der Industrie wie IBM haben die Zeichen erkannt und setzen auf die Möglichkeit, Computern die semantischen Fähigkeiten beizubringen. IBM hat dazu Cognitive Business gegründet und bietet über seine Cloud Anwendung eine ganze Reihe Möglichkeiten, semantische Technologien in die IT zu übertragen.

Cognitive IT ist die Zukunft

Dutzende der Majors haben Programme in der Erforschung und auch schon im Angebot, die Möglichkeiten einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen.
Auf der Userseite stehen wir vor einem neuen Boom von Apps und Lösungen, die unsere bisherigen Anwendungen wieder einmal revolutionieren werden. Übersetzungs-App die endlich sinnvolle Ergebnisse liefern, Weiterbildungspläne, welche intelligente Kombinationen verschiedener Lerntechniken zusammenstellen und Auswertungen für das Marketing, welche noch gezielter die Anpassung an ein Targeting erlauben.
Doch all diese Fähigkeiten werden an den Konsolen von IT Mitarbeitern als Code umgesetzt. Die Wertschöpfungskette Cognitive IT hat hier einen wesentlichen Flaschenhals zu bewältigen, denn die neuen Algorithmen bedingen auch neue Kompetenzen bei der Programmgestaltung und beim Codieren.

Weiterbildungsinstitute wie PROTRANET bereiten sich darauf vor, diese Kompetenzen in Seminaren und Workshops zur Verfügung zu stellen. Auf bereits bestehende Basis-Ausbildung aufgebaut, sind die Aufbauseminare und die vertiefenden Workshops die wichtigste Grundlage dafür. Sprechen Sie mit den Weiterbildungsberatern über Ihre Möglichkeiten.

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