06.06.2017

Die Digitalisierung verselbständigt sich

Neue Technologien ziehen ein, aber die Organisationsstrukturen sind nicht vorbereitet oder veraltet.

Digitalisierung bedeutet meist auch disruptive Veränderungen und muss daher sorgsam im Organisationsmodell eines Unternehmens nachgebildet werden. Die häufigsten Probleme für Unternehmen sind die Komplexität mit der, in einer für viele Führungskräfte völlig neuen Perspektive, Prozesse miteinander in Beziehung gesetzt werden müssen.

Kein Wunder, dass einige Unternehmen, nach unternehmensbelastenden Versuchen mit Pilotanwendungen oder Auseinandersetzungen mit den IT-Spezialisten das Handtuch geworfen haben oder die Leistungen nun bei externen Providern anfragen. BIG DATA ist ein Muss geworden und immer noch nimmt die Anzahl der Unternehmen zu, die sich konkret mit BIG DATA auseinandersetzen.

Organisationen, die disruptive Veränderungen begrüßen und zwar mit allen Nebenwirkungen auf die Strukturen, sind selten zu finden, aber es gibt sie. Eine neue Studie von Capgemini* hat sich mit dem aktuellen Trend in der Entwicklung der Digitalisierung beschäftigt und weist nach, dass eine ganze Reihe an Unternehmen auf dem Weg zum Branchen-Leader sind. Sie sind schon bereits dabei, die Erkenntnisse aus ihren gewonnenen Daten umzusetzen und neue Produkte und Services entstehen zu lassen.

Der Stand der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung kann als Maßstab einer Offenheit für Digitalisierung herangezogen werden. Verwaltungen haben in der Regel starre Strukturen und zu wenig Personal. Die Nutzung der Cloud und Online-Dienste ist inzwischen gut ausgebaut, aber viele Schnittstellen werden noch unnötigerweise mühsam von Hand bedient. Prozessbezogene BIG DATA Projekte sind bei den Behörden noch wenig angekommen oder stecken im Experimentierstadium.

Laut der Capgemini Studie* werden die IT-Budgets in diesem Jahr erneut steigen, doch die Mittel werden meistens in der Entwicklung der technologischen Infrastruktur eingesetzt.

Digitalisierung macht vielen CIO Kopfschmerzen

73 % der CIOs haben eine deutliche Zunahme der Schwierigkeiten, gegenüber dem letzten Jahr. Hier steht in der langen Liste an erster Stelle der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern.

Der Umfang der möglichen Digitalisierung hängt naturgemäß von ihrer Notwendigkeit und Umsetzbarkeit für das Unternehmen ab. Doch solange ein Fachmann die Prozesse nicht gesehen hat, kann niemand sagen, ob die Prozesse für eine zielführende Digitalisierung eine relevante Grundlage bieten. Die Verunsicherung ist groß, was denn nun die Digitalisierung tatsächlich könnte, oder für die eigenen Anwendungen bedeuten könnte.
Führungskräfte und Unternehmer müssen sich einerseits um Kenntnisse über Internet-of-Things(IoT)-Technologien bemühen, werden aber nie ganz mit den Antworten zufrieden sein, da sich die eigentlichen Potentiale immer in den Strukturen verstecken. Die oftmals starren organisatorischen Strukturen sind andererseits nicht so offen für Änderungen oder widersetzen sich sogar dem Digitalisierungsgedanken.

Die Herausforderungen sind die Sicht auf die übergreifende Planung und eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten. Die Technologie selber ist meist das kleinste Problem, doch die Konsequenzen für die organisatorischen Strukturen werden oftmals unterschätzt. Die Befürchtung, irreversible Maßnahmen einzuleiten, kann ein Hintergrundrauschen erzeugen, was sich beständig als Bremse auswirkt. In der Rangliste* der Anforderungen an die IT, steht bei 75% der Befragten an erster Stelle zwar die Digitalsierung selbst, doch an rangletzter Stelle mit 8% steht der technologische Anschluss an den Wettbewerb. Innovation wird demnach von der IT gar nicht erwartet. Oder: die Verantwortlichen hinterfragen generell die Leistungsfähigkeit der eigenen IT Abteilung.

Eventuell können hier die Studien-Ergebnisse zu den Fragen in Bezug auf die „Hürden für Digitalisierung“ eine Antwort geben. Gefragt wurde: „In welchen Bereichen bereitet die Digitalisierung Probleme?“

An erster Stelle war hier die Antwort:
„Zu wenig Mitarbeiter mit entsprechendem Know-how.“

Diesem Schwerpunkt folgen eine ganze Reihe anderer genannter Gründe, die jedoch alle durch entsprechend qualifizierte Mitarbeiter gelöst werden könnten. Eines macht diese Studie deutlich: der Qualifizierung der IT Mitarbeiter, sowie den Verantwortlichen für die Veränderungsprozesse, kommt eine große Bedeutung zu. Mit einem Workshop für Change Management oder einem Seminar über BIG DATA Implantation ist dies nicht mehr zu meistern. Bei diesen Veränderungsprozessen benötigt es ein neues Weiterbildungskonzept. Die IT Wissensbasis muss verbreitert werden, die Schnittstellenkompetenzen bei übergreifenden digitalisierten Routinen müssen erworben werden. Die IT kann nur zur Innovation beitragen, wenn sich die betreffenden Mitarbeiter einem ständigen Update unterziehen. Hierzu bietet PROTRANET nicht nur die klassischen Software-Kurse, sondern weit darüber hinaus, eine Planung von Weiterbildungskonzepten, die Ihnen maßgeschneiderte Kompetenzen ermöglichen. Unsere Berater stehen Ihnen gerne zur Verfügung einen ersten Entwurf der möglichen Maßnahmen gemeinsam zu erarbeiten.

*https://www.de.capgemini.com/resource-file-access/resource/pdf/it-trends-studie-2017_1.pdf

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