17.07.2018

Hat erweiterte Realität etwas mit Wissenschaft zu tun?

Wie bereits im Newsletter besprochen, hier kurz nochmal die Definition des Themas. Erweiterte Realität (Englisch: augmented reality) ist die computergestützte Erweiterung über Smartphone und Tablets und Daten Brillen. Hierbei werden Bildern, oder Videos, oft in Echtzeit mit Computer-generierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten über das Internet übermittelt mittels einer Einblendung ergänzt.
Die Technologie der „Augmented Reality“ wurde bereits in den 1960er-Jahren an der Harvard Universität angedacht und teilweise entwickelt. Die Anwendung von AR basiert auf dem Bedürfnis in der Arbeitswelt nach mehr Informationen bei Maßnahmen und Prozessen. Nützliche Informationen überlagern das Abbild einer Realität. Sie kennen die Einblendung von Fahrinformationen auf der Windschutzscheibe sowie der Gang durch eine 3D-Animation einer Architektur und aus der Vergangenheit die „Pokemons“. Im Newsletter gehen wir auf einige der bisherigen populären Bereiche ein, hier befassen wir uns mit wissenschaftlichen Anwendungen, die auch für uns als Weiterbilder eine wichtige Grundlage sind.

In der Medizin

Im medizinischen Bereich ist das Frauenhofer Institut am Forschen und verbindet Anamnese mit erweiterter Realität. Noch befindet sich vieles im Versuchsstadium, doch sind ernstzunehmende Entwicklungen absehbar und werden viele unserer Realitäten erweitern und beeinflussen. Je komplexer die Aufgabe in der Medizin sind, umso nützlicher sind simulierte Maßnahmen an einem Modell, oder auch an der lebenden Person, ohne diese zu berühren oder zu verletzen. Zusatzinformationen können sofortige Hilfestellung bei komplexen und zusammenhängenden Maßgaben bieten. So können nicht sichtbare Elemente einer Person zum Beispiel dargestellt werden. Ein intraoperativer „Röntgenblick“ für den Chirurgen, die personenbezogenen Daten können durch Tomographie oder Bilddaten von Ultraschallgeräten, sowie offenen Kernspintomografen, vorher gewonnen worden sein, oder in Echtzeit genutzt werden.

Tourismus

In einer fremdsprachigen Innenstadt werden Spaziergänge zu einem Kulturerlebnis, mit kombinierten Brillen ausgestattet, mit einem Übersetzungs-Algorithmus, zeigen sie die Übersetzung der fremden Beschilderung und Texte direkt auf dem Bildschirm der Datenbrille, des Smartphone oder Tablets an. Die Anwendungen können eingesetzt werden, um Personen mit Behinderungen die Wahrnehmung ihrer Umwelt zu erleichtern. Bei Sehbehinderten kann die Texterkennung mit Vorlesefunktion das Leben erheblich erleichtern. (Picture INTEL Corporation – You may know us for our processors. But we do so much more. Intel invents at the boundaries of technology to make amazing experiences possible for business and society, and for every person on Earth.)

Weitere Beispiele für Ingenieure, Katastrophenhelfer, Architekten und Designer
Bisher kannten wir es nur aus Science Fiction Blockbustern, nun ist die Technologie nicht nur vorhanden sondern bereits in vielen Bereichen meist rudimentär implantiert. Die Möglichkeiten sind jedoch tatsächlich grenzenlos. Papierene Manuale werden nicht mehr benötig, Einblendungen in einer Brille können praktisch bei jeder Profession, wie beispielsweise bei einem Monteur, nicht nur die nächsten Arbeitsschritte vorgeben, sondern die Arbeit in Echtzeit beobachten. Eine gleichzeitige Aufnahme und computergestützte Auswertung des aktuellen Geschehens kann durch Hinweise, Warnungen und Lösungsvorschläge einen fehlerreduzierten Workflow ermöglichen. Dasselbe kann bei der Entwicklung von Prototypen bzw. aller Art von Konstruktionen genutzt werden.
Im Katastrophenschutz bei Begehungen von gefährlichen Umgebungen kann eine automatische Analyse weit mehr Gefahrenpotentiale erkennen, als das menschliche Auge, bei der Bergung können kleinste Hinweise automatisch ausgewertet werden.
Mehrere Designer arbeiten gemeinsam an einem 3D-Modell, welches in einem freien Gelände steht. Große Bauwerke können in Explosionsdarstellungen am originären Ort virtuell betrachtet und angepasst werden. Bevor ein einziger realer Stein steht, ist der Bau bereits fertig im Modell, kann skaliert werden in jegliche Richtung und jeder neuen Umgebung angepasst werden.
Neben den industriellen Anwendungen sind bereits Tools entstanden, die in der Hydrologie, Ökologie und Geologie angewendet werden. Hier werden Geodaten im Verbund mit Datenbanken und die Objekterkennung von Umgebungsmerkmalen genutzt. Eine der großen Bereiche sind alle Arten von Simulation und Zusammenarbeit verteilter Teams.
Eine neue Welt tut sich auf für Bekleidungshäuser, bei welchen die Anprobe-Spiegel, eine Umkleidekabine, überflüssig machen. Für Einrichtungshäuser sind inzwischen Echtzeit und Objektdezidierte Simulation möglich, der Möbelanbieter Rommle hat eine App vorgestellt, welche auf diese Technologie aufsetzt.
https://www.roomle.com/de/business/augmented-reality

Die Schlussfolgerung

Erweiterte Realität ist eine der Technologien, welche erst am Anfang steht, jedoch ähnlich wie das Internet, nicht zu stoppen sein wird. Eine Erweiterung der realen Umgebung um nützliche oder sogar nötige Information ist der logische nächste Schritt in der technologischen Entwicklung. Wenn es um den Komfort bei einer Arbeit im Allgemeinen oder auch in Prozessschritten geht, oder dem persönlichen Komfort in privater Hinsicht, sind technologische Entwicklungen die auf breiter gesellschaftlicher Basis entstanden sind, immer der nächste Schritt einer technologischen Evolution. Die Anwendungen dieser Technologie werden alle Bereiche des Alltags sowie Geschäftsprozesse betreffen.

Um die Technologie zu verstehen und anwenden zu können, verlangt die Entwicklung jedoch von uns als Anwender und auch als IT-Fachmann ein weiteres Mal Umdenken. Vieles, was bis vor kurzem noch als unmöglich galt, ist inzwischen Realität, wenn auch eine erweiterte Realität. Dabei müssen wir lernen, diese technologischen Möglichkeiten nicht nur von der Anwenderseite bzw. spielerischen Seite zu betrachten, sondern gezielt nach Lücken in unseren Prozessen zu suchen, die durch solch eine Erweiterung überbrückt werden können. Laterales Denken, wie Edward De Bono und Laterales Marketing wie es Philip Kotler vor langer Zeit schon publizierten, muss dabei endlich den Platz bekommen, welche die beiden durch diese Werke bereits verdient haben.
Laterales Denken befasst sich mit der Lücke und aus dem entsprechenden kreativen Prozess können Anwendungen geschaffen werden, die uns helfen, bisherige Lücken zu schließen. Sei es in der Automation oder Dienstleistung, die Anwendung durch erweiterte Realität kann an vielen Stellen der Wirtschaft Schnittstellen-Probleme lösen.

Auch die Weiterbildung wird von der erweiterten Realität eingeholt
Denn bei AR geht es um Informationen mit großem, nützlichem Potential. Hier werden mobile Applikationen eine große Rolle spielen, welche digitale Layer auf reale Welten projiziert. Animationen werden eine interaktive Evaluation laufender Prozesse ermöglichen. Vor allem abstrakte Zusammenhänge, die durch tradierte Lernformen nur einseitig dargestellt werden können, sind plötzlich als greifbare komplexe Gebilde zu erkennen und damit leichter zu lernen.
Ein populäres Beispiel für AR-Lernen beim touristischen Erkunden ist die App „Timetraveler Berlin Wall“, sie integriert in den Bildschirm des Smartphones oder der Brille historische Ereignisse in die Umgebung der aktuell betreffenden Umgebung. https://www.youtube.com/watch?v=CY9f6UJZlmM
Die IT muss hier zügig nachholen. Die jungen App-Entwickler zeigen, wo es lang geht. Tradierte Itler tun sich dabei noch etwas schwer, neue Welten und erweiterte Realität zu akzeptieren. Das muss nicht sein, und verschlafen sollte man diese Entwicklung auf keinen Fall. Die Lösung ist, sich nicht nur mit den Anwendungen zu beschäftigen, sondern mit alle zugrunde liegenden Technologien. Insbesondere ist natürlich die wichtigste Frage: Wo in Ihrem Unternehmen könnte diese Technologie eine Rolle spielen?
Fragen, die auch an Ihr vorhandenes Weiterbildungskonzept Ansprüche stellt und damit zum Dreh- und Angelpunkt für weitergehende Entwicklungen wird. Stellen Sie Ihr Weiterbildungskonzept auf den Prüfstand und lassen Sie sich dabei helfen. Erweiterte Realität wird ein Präsenzseminar nicht ersetzen, aber wird in den kommenden Jahren eine Rolle spielen. Nutzen Sie unsere Berater bei PROTRANET, dem MANAGER INSTITUT und der MANAGER UNIVERSITY. Bringen Sie Ihre IT-Skills auf den neuesten Stand. Das wird Ihr wichtigster nächster Schritt zur erweiterten Realität.
i. O.H.

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Daniel Ring

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