31.10.2018

Ich kann das nicht – ich bin dazu nicht fähig

Sind Sie sicher, dass Sie diese zwei größten Lügen, die wir uns selber immer wieder erlauben, nicht auch schon verwendet haben? Wussten Sie, dass diese, aus der psychologischen Perspektive gesehen, Schutzbehauptungen sind? Tatsächlich kann ein Mensch die unglaublichsten Dinge. Hinter diesen Schutzbehauptungen stehen eine ganze Reihe Motive, denen man sich nicht so gerne stellt, oder die in der Kommunikation einfach nicht angebracht sind. Ein „ich will nicht“ ist leider politisch nicht korrekt und wird dann zu einem „ob ich das kann, da bin ich mir nicht so sicher“. Natürlich spielt auch das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten eine erhebliche Rolle. In Studien wurde das Entwickeln von Selbstvertrauen in Bezug auf eine Herausforderung zu meistern als eine der zentralen Steuerungsmechanismen herausgestellt. In einfachen Worten bedeutet dies, jeder Mensch ist in der Lage, sich selbst zu Dingen zu motivieren, die über sein aktuelles Vermögen hinaus geht.

 

Motivational development concept

Dieses aus der Psychologie bekannte Konzept bedeutet genau das: Jeder Mensch ist in der Lage, sich selbst zu motivieren. Wir tun dies bereits am Morgen, indem wir uns motivieren, aus dem Bett zu steigen. So platt sich dies anhört, es ist tatsächlich so, dass wir durch Motivation auch in den kleinsten Dingen angetrieben werden. Motivation ist der Schlüssel zu vielen Erfolgserlebnissen. Kein Wunder, dass so viele Motivationstrainer selbst großen Erfolg haben. Doch Motive leben von einem komplexen Gebilde aus guten Emotionen, Bildern, Erfahrungen, Rollenverständnis, Kulturdimensionen, Sozialisation und Phantasie. Setzt man gezielt in diesen Bereichen Signale, kann man seine eigenen Motive steuern. Doch je nach emotionaler Fähigkeit und Widerstandskraft sind unsere Motive äußerst empfindlich gegenüber Angriffen. Beeinflussung sind Tür und Tor geöffnet, wenn die Widerstandsfähigkeit zu schwach ausgeprägt ist. Hören Menschen zum x-ten Mal, dass sie in Rechnen schlecht sind, vermindert sich ihre Motivation, überhaupt rechnen zu wollen.

Doch das ist nicht das Ende der Fahnenstange, hier kann einerseits durch mentale Übung und Gestaltungskognition jederzeit ein anderes Motivkonzept implantiert werden. Auch dazu ist der Mensch in der Lage. Unbekanntes lernen zu wollen, kann gelernt werden. In der Regel ist der erste Level des Lernens die Wahrnehmung. Steuern wir hier (durch endogenen mentalen Aufwand) das Selbstbild und evaluieren das Außenbild (exogene Faktoren), können wir darauf reagieren und unsere Motivation auf höchstem Level halten. DOCH dann gibt es ja noch die emotionale Disposition. „Wusste ich es doch, so einfach ist es dann doch nicht … “

 

Zu viel Wissenschaft?

Doch lassen wir diese mal beiseite und kommen wir zum Kern, warum wir hier und in diesem Blog diesen wissenschaftlichen Hintergrund aufrollen.

In vielen Gesprächen, wenn es um die Digitalisierung geht, stehen Unternehmer und ITler scheinbar vor einem großen Berg an Hürden, die inzwischen auch die Gemüter beschweren. Es scheint, als ob es sich um gewaltige Herausforderungen an die Struktur und Vorgaben handelt. Deutsche Unternehmer scheinen wie gelähmt und kommen kaum vorwärts. Dies ist nicht mehr mit organisatorischen Vorbedingungen und fehlenden Konzepten zu entschuldigen. Im internationalen Vergleich ist Deutschland ökonomisch immer mehr am Absteigen. Manche Studien sprechen von einem Rückfall ins digitale Mittelalter, was sicher übertrieben ist, doch wenn deutsche Unternehmer noch skeptisch sind gegenüber der Digitalisierung (WIRED Magazin 24.1.2018), das 5G Netzwerk nicht zum Laufen kommt (Trends der Zukunft 25.10,2018) und die FAZ am 13.9.2018 feststellt, dass Deutschland hinterher kriecht sowie einige Dutzend andere Medien darauf hinweisen, dass Deutschland erwachen muss, sollte es allmählich dem Letzten klar werden. Wir können tatsächlich einen Trend verschlafen, aus lauter Angst, das Falsche zu tun.

 

Digital gegen Tradition – Jung gegen Alt

Doch spätestens nach dem jüngsten Ereignis am Börsenmarkt sollte man aufwachen. Es hätte auch jedes andere Unternehmen treffen können, in diesem Fall war es ausgerechnet die Commerzbank. Sie verlor ihre Position, ihren Platz im Dax. Nachgerückt ist das Fintech Unternehmen Wirecard. Das traditionsreiche Bankhaus gab schon seit Monaten in den Kursen nach, während Wirecard unaufhaltsam emporstieg. Nun muss es auch dem letzten Unternehmen der Finanzbranche klar sein, welche Entwicklung wir vor uns haben. Unternehmen mit digitalen Konzepten, nur wenige Jahre alt, können eine 148 Jahre alte traditionelle Bank, ein Gründungsmitglied des Dax, einfach verdrängen.

Die Giganten werden sterben, schreibt ein Berliner Blatt, und sie wissen es noch nicht einmal.

Was ist die Lösung? Überwindung der emotionalen Dispositionen und die Motive in die Hand nehmen. Kompetenzen haben wir, was wir benötigen ist ein Wegweiser. Das Handelsblatt titelt am 01.10.2018

„Deutschland braucht für die Digitalisierung einen Kompetenz-Radar.

Die schleppende Digitalisierung verhindert, dass junge Menschen nötiges Know-how erwerben. Kompetenzlücken müssen deshalb viel früher erkannt werden.“

Sie plädieren für ein systematisches Frühwarnsystem, um rechtzeitig drohende Lücken bei den Kompetenzen zu erkennen. Dies ist vor allem eine Herausforderung an unsere Bildungssysteme. Weiterbilder müssen weit vorausschauend passende Bildungsangebote gestalten und anbieten und die nötigen Ressourcen bereitstellen.

Die PROTRANET und ihre Schwestern das MANAGER INSTITUT und die MANAGER UNIVERSITY sind bestens aufgestellt, um diese vorausschauenden Weiterbildungskonzepte zu bieten.

Rufen Sie uns an, wenn es um ein Radar geht, um Kompetenzen in die richtige Richtung zu steuern. Unsere Berater stehen Ihnen zur Verfügung.

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Daniel Ring

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