23.11.2018

Agile Prinzipien sichern das Überleben

Sind Sie agil unterwegs? In unserem Newsletter sprachen wir über die agilen Prinzipien. Die meisten von Ihnen wissen um die agilen Methoden in der IT. Im Moment nehmen sie jedoch noch immer ein Nischendasein in der IT Wirtschaft ein.

Doch immer mehr Unternehmen und Wissenschaftler erkennen den Wert der Regeln auch für den Rest des Unternehmens. Bald könnten die agilen Konzepte in vielen Bereichen der Wirtschaft als „Business Agility Intelligence“ eine weitaus wichtigere Rolle spielen. Dies wäre aus der Sicht der IT sicherlich zu wünschen und wir kennen ITler die dann gerne sagen würden „… hab‘ ich doch schon lange gesagt“.

Richtig ist, die Entwicklung des agilen Konzeptes ist längst nicht abgeschlossen. Und als in den 70er das Konzept zum ersten Mal auftauchte und 1999 Kent Beck , ein US-amerikanischer Softwareentwickler Mitbegründer des Extreme Programming (XP), zum ersten Mal in einem Buch sich mit diesem Stil auseinandersetzte, ahnte keiner, dass hier Prinzipien zugrunde liegen, die eine viel größere Bedeutung haben könnten.

Agilität setzt sich mit Interaktionen, Selbstorganisation, Entwicklungsprozessen und am Rand mit Chaostheorien auseinander. Die ersten Ansätze sollten denn auch die Komplexität von Entwicklungen in der Softwareindustrie erleichtern. Inzwischen gibt es Unternehmen, die agil geführt werden.

Agile Unternehmen werden zwar geleitet, aber bei der Verwaltung der Prozesse sind immer Teams vom Start weg beteiligt.  Die Beteiligten treffen gemeinsam Entscheidungen und das möglichst autark, ohne Einmischung von außen oder des Managements.

Die Erfahrung zeigt nun, dass die Ergebnisse aus diesem sich selbst organisierenden Organismus heraus eine erhebliche Erhöhung der Leistungen erbringen. Die innovative Kreativität kann sich so selbst ohne störende Regeln entfalten und verschafft dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile und Vorsprünge bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Insbesondere in wettbewerbsstarken Märkten können agile Methoden der Auslöser für sprunghafte Innovationen sein.

 

Was sind die Unterschiede zwischen einem agilen Unternehmen und einer traditionellen bürokratischen Organisation?

 

Manche Autoren können sich nicht entscheiden, ob sie die Agilität mit „agile Prinzipien“ oder „agilen Methoden“ beschreiben sollten. Für den Zweck des unternehmerischen agilen Handelns würde ich auf die „agilen Prinzipien“ setzen. Dort, wo Methoden eingesetzt werden, kommt es automatisch wieder zu einer Bürokratisierung und kann auf lange Sicht den agilen Prozessen das Wasser abdrehen. ITler, die schon seit langem in Unternehmen arbeiten, in denen agile Prozesse angewendet werden, können dies gut nachvollziehen.

Es muss jedoch auch erwähnt werden, dass es den Terminus der „agilen Methoden“ gibt, welche bei der Softwareentwicklung angewendet werden. Wir beschäftigen uns hier aber mit den Prinzipien, die für unternehmerische Prozesse eine wichtige Rolle spielen.

2001 haben 17 führende Softwareschmieden und IT-Wissenschaftler die Werte des agilen Konzeptes als „Agiles Manifest“ niedergeschrieben. In diesem „Agilen Manifest“ werden zwölf Prinzipien angeführt. Die Ausrichtung damals war natürlich die Entwicklung von Software. Umgeschrieben auf unternehmerische Prozesse würde das in etwa so klingen:

  • An erster Stelle steht die Zufriedenheit des Kunden. Je früher oder je kontinuierlicher ein Produkt oder eine Dienstleistung ausgeliefert wird, umso zufriedener ist der Kunde.
  • Anpassung und Veränderung an jedem Punkt. Selbst im letzten Schritt der Entwicklung können noch Verbesserungen zum Wettbewerbsvorteil des Kunden beitragen.
  • Überraschung des Kunden, Lieferung von funktionierenden Produkten und Dienstleistungen in regelmäßigen, bevorzugt kurzen Zeitspannen.
  • Nahezu tägliche Zusammenarbeit von Fachexperten und Entwicklern während des gesamten Prozesses eines Projektes bis zur Auslieferung (IT: Gemeinsamer Code-Besitz (Collective Code Ownership)).
  • Bereitstellung einer großzügigen Infrastruktur und Unterstützung, um motivierten Mitarbeitern die Aufgabenerfüllung so leicht wie möglich zu machen.
  • Weitergabe von Informationen, möglichst nur über persönliche Gespräche.
  • Als wichtigstes Maß des Fortschrittes gilt die größtmögliche Anwenderfreundlichkeit der Funktionen der Produkte und Dienstleistungen.
  • Gemeinsames Einhalten eines abgeglichenen Arbeitstempos bzw. Produktionsprozesses von allen beteiligten Auftraggebern, Entwicklern und Benutzern, mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung. (Für die Qualität der Nachhaltigkeit wird der gesamte Prozess an den kleinsten Faktor angepasst.)
  • Durchgehendes Augenmerk auf technische Exzellenz und spitzen Design.
  • Einfachheit ist essenziell („Keep it simple, stupid“ – KISS-Prinzip)
  • Das Team organisiert sich bei Planung und Umsetzung selbst und unabhängig, ohne Einmischung von außen.
  • Jedes Team ist in der Verantwortung, die Reflexionen über das eigene Verhalten zur Anpassung im Hinblick auf Effizienzsteigerung selbst zu gestalten.

 

Diese Prinzipien könnten jedes Unternehmen zu höchster Leistung und Effizienzsteigerung bringen. Das Institut für Personalforschung (IfP) an der Hochschule Pforzheim hat 2016 eine Studie dazu durchgeführt. Sie befragten die Unternehmen, die in sehr unterschiedlicher Ausprägung sich mit dem Thema Agilität auseinandersetzten oder anwendeten.

Die interkulturelle Perspektive von Agilität

Die Studie zeigt, dass es im Kern ein annähernd ähnliches Verständnis von Agilität gibt. Im Vordergrund stehen dabei die beiden Qualitäten Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit. Unterschiede sind allerdings in der Anwendung und den genutzten Tools zu finden. Hier werden die unterschiedlichsten Anwendungen genutzt. Deutlich wurde das in den Unternehmen, bei welchen Agilität schon länger ein Thema ist, Agilität sich immer mehr weg von Methoden hin zu einer prinzipiellen agilen Haltung entwickelt.

Beweglichkeit ist die Voraussetzung für Anpassungsfähigkeit. In tradierten konventionellen Unternehmensstrukturen ist gerade diese Eigenschaft durch inzwischen entstandene starre Formen der bürokratischen Normen eher eingeschränkt.

Setzen Sie sich gerade erst mit der Form der Agilität auseinander, würde ich dringend ein Seminar oder Workshop empfehlen, um die ersten Schritte und auch die Möglichkeit einer teilweisen oder schrittweisen Implantierung zu erörtern. Natürlich wäre dies auch ein Anlass einer tiefergehenden Beratung durch einen Fachmann.

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Unsere Berater freuen sich auf Ihren Anruf. Werden Sie agil, jetzt!

 

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Agile_Business_Intelligence

http://blog.zukunft-personal.com/de/2017/04/23/mobil-im-kopf-agil-im-handeln-zusammenarbeit-neu-entdecken/

https://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip

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