18.04.2019

Clever digitalisieren – Qualifizierte Passung | Teil 2: Die Observation

Sie haben den ersten Teil im vorigen Blog gelesen? Wenn nicht, raten wir dringend, zuvor den ersten Teil zu lesen, denn dies ist der anschließende Teil, der darauf aufbaut.

In diesem haben wir auch eine gewagte Aussage gemacht. Indem wir Sie aufforderten, zuerst einmal alle Maßnahmen zu stoppen. Ich gehe davon aus, dass nur wenige sich dies zu Herzen nahmen, trotzdem meinten wir das durchaus ernst. Das Wiederholen der Fehler voriger Disruptionen, ohne mit dem entsprechenden Wissen ins Rennen zu gehen, hat die meisten Opfer. Wir propagieren den sanften Weg zur Digitalisierung, der deswegen nicht langsamer ist, aber weitaus sinnvoller. Er besteht im Grunde aus vier Schritten. Wovon wir uns im vorigen Blog die Reflexion angeschaut hatten.

  1. Der Reflexion
  2. Der Observation
  3. Szenarien
  4. Implementation

 

Der zweite Schritt

Der erste Schritt hatte sozusagen die Innenschau zum Thema, die Observation geht nun in die Außenschau.

Das Ziel ist, die Möglichkeiten heraus zu arbeiten.  Dabei muss eines klar sein, was wir schon im aktuellen lesenswerten Newsletter betonten: Eine Digitalisierung muss als Endziel eine Erfüllung von weiteren Kundenbedürfnissen haben. Er muss gewinnen am Ende. Ohne den Kunden ist eine Digitalisierung nicht erfolgreich und verschwendete Ressourcen. Verstehen Sie mich nicht falsch, jedwede Innovation in einer Wertschöpfungskette muss indirekt am Ende eine Verbesserung des gesamten Workflows bringen und dadurch auch dem Kunden nutzen. Doch um die Digitalisierung wirklich wirkungsvoll umzusetzen, ist genau dieser Ansatz nicht nur wichtig, sondern muss Ziel sein und ins Zentrum aller Maßnahmen gestellt werden.

Wir behaupteten auch, dass die meisten IT Fachleute und deren Chefs ihre Kunden eigentlich nicht kennen. Die Kunden haben sich weiterentwickelt und oftmals nimmt man dies mit Unverständnis und Kopfschütteln zur Kenntnis, aber ändert nicht die Strategien. Das Bild eines Kunden festhalten zu wollen ist unvernünftig, aber menschlich verständlich. Doch der Markt und die Kunden habe sich verändert, hier ein paar Fakten, die in vielerlei Studien nachgewiesen wurden:

  • Noch nie zuvor war der Markt so stark fragmentiert. Die Zersplitterung in hunderte von unterschiedlichen Kategorien von Bedürfnissen sorgt auch bei den ansonsten um Erklärung nicht schüchternen Marketing-Gurus für Verwirrung.
  • Doch trotz Individualität und weiterer Fragmentierung wollen Menschen zu einer Gruppe gehören.
  • Auch wenn diese beiden Kräfte gegeneinander zu stehen scheinen, findet sich immer die Basis eines kleinsten gemeinsamen Nenners.
  • Im demografischen Sinne war dies bisher die Familie, welche als Zielgruppe in den Marketing-Plänen immer weniger Bedeutung hat.

Die alten Typologien müssen im Kontext der neuen Fragmente unserer Gesellschaft gesehen werden.

Alle Forscher, sowie Marketing Fachleute, wie Drucker und Kotler, sind sich einig, dass am ehesten der Terminus der „Stämme“ auf die Umschreibung der neuen Fragmente der Konsumenten zutrifft.

Dabei haben die Gesellschaftsschichten jeweils eine Anzahl von Stämmen entwickelt. Wir alle gehören jetzt mehr oder weniger zu irgendeinem Stamm oder sogar zu mehreren Stämmen.

Was zeichnet die Zugehörigkeit zu einem Stamm aus:

  • Unabhängigkeit (wenig Unterordnung, eigene Werte)
  • Mobilität (sofort, unabhängig und wendig)
  • Selbstbestimmend (jetzt und hier)
  • Flexibel im Alltag (taktische Intelligenz)
  • Frontorientiert (Herausforderung, Neues)
  • Intelligente Kommunikation (Warnsignale, eigene Sprache, eigene soziale Dialektik)

 

Konsum und Freizeitgestaltung folgt keiner Logik mehr

 

Wir kennen Politiker, welche am Wochentag mit Krawatte und Diplomatie bewaffnet, ein Meeting beherrschen und am Wochenende in die Lederkluft steigen und „peaceful“ mit der Harley durch die Landschaft düsen, er gehört schon mal mindestens zwei Stämmen an. Die Fragmente sind dabei immer kleiner und schwerer zu erreichen.

Die Entwicklung geht zu immer mehr differenzierten Bedürfnissen. Insbesondere durch die neuen Technologien. Menschen entwickeln ihre eigenen Trends, losgelöst von bisherigen Werten und gesellschaftlichen Perspektiven. Die oberflächliche gesellschaftliche Kartierung hat sich aufgelöst. Schauspieler werden Politiker und werden wieder Schauspieler. Der japanische Ministerpräsident ist Freizeitpunker. Multiple Persönlichkeiten sind in.

Doch auch wenn wir in der Zeit mit dem schnellsten Wandel im soziologischen Verhalten seit Menschengedenken leben, lassen sich alle Bedürfnisse zurückführen auf einige wenige dahinterstehende Grundbedürfnisse.

Jede Digitalisierung muss als Ziel eines dieser Grundbedürfnisse befriedigen – und sie wird ein großer Erfolg.

Die Observation bedeutet nun, Ihren Kunden kennen zu lernen mit allen Facetten und Stämmen, denen er angehören kann. Finden Sie das heraus, haben Sie die Tür zu seinem Herzen, ob digital oder analog spielt dabei keine so große Rolle mehr, es könnte nur sein, dass es digital schneller geht.

 

Wie lernen Sie den „neuen Kunden“ kennen?

Beschäftigen Sie sich nicht nur mit den Veränderungen bei Ihrem Kunden als Menschen, das Offensichtliche verbirgt die Motive meist, schauen Sie genau hin und entdecken Sie die dazu gehörigen gesellschaftlich veränderten Parameter. Unsere Marketing Seminare bieten idealerweise dazu eine ganze Reihe Informationen, richtungsweisende Konzepte und Strategien.

Mit dem Bildungskonzern 5D GmbH stehen Ihnen drei Säulen unter einem Dach zur Verfügung. Abgedeckt werden alle unternehmerischen Bereiche, Schnittstellen, die erforderlichen Skills für die Digitalisierung, sowie die entsprechenden überlappenden Fachbereiche.

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Hervorragend ergänzend sind Synergien damit steuerbar und bieten die Möglichkeit eines Weiterbildungskonzeptes, wie es vorher nicht möglich war.

Rufen Sie uns an unter 0800 3400311 und lassen Sie sich beraten, was Ihr Weiterbildungskonzept sein könnte, um Ihre Kunden besser zu verstehen und die Digitalisierung effizient voranzubringen.

 

Ihr O.H.

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Daniel Ring

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