13.05.2019

Qualifizierte Passung  | Teil 3 Szenarien

Menschen sind vom Grunde her kreativ. Um die meisten Prozesse jedoch in einer Ordnung zu halten braucht man weniger Kreativität, denn gesunde, administrative Kontinuität.

Leider wird damit aber Kreativität beinahe immer auf die hinteren Ränge verschoben. Dabei vergisst man häufig, dass nur die Kreativität in der Lage ist, den Anfang einer Neuerung machen zu können.

Bei einer solch großen wirtschaftlichen Umwälzung wie wir sie gerade mit der Digitalisierung erleben ist deshalb die Kreativität eines der wichtigsten Werkzeuge. Unabdingbar mit einem überdurchschnittlichen Erfolg verbunden, sind die Entrepreneurskills und damit zurück zu den fundamentalen Ideen, wie das Unternehmen entstanden ist.

 

Die Quellen Ihres bisherigen Erfolges

Das Positioning Statement, auf Deutsch Ihre ursprüngliche Vision zum Status Ihres Unternehmens im Markt, beinhaltet auch die Quellen für die Anpassung an jedwede Neuerung.  Nur aus diesen Quellen können Neuerungen eine sinnvolle integere Wirkung erzeugen. Coca Cola erstellte einmal mit einer frischen neuen Agentur einen neuen Strategieplan. Als die Manager merkten, dass diese Kampagnen sich sehr von den ursprünglichen Aussagen des Unternehmens (Positioning Statement) entfernten, waren sie beunruhigt. Testergebnisse erbrachten ebenfalls Verunsicherung bei den Kunden.

Der CEO von Cola schließlich, holte sich den Rat von Millward Brown Vermeer und bekam zu hören, dass er sich mit den Wurzeln beschäftigen soll. Der CEO griff in seine unterste Schublade und kurz darauf wurde die komplette Kampagne gestoppt und man ging zurück zu den eigentlichen Leidenschaften von Coca Cola. Der Erfolg ist Geschichte.

Im Blog Nummer 1 der Serie haben wir über die eigene Situation nachgedacht, wir besprachen die Reflexion. Im zweiten Teil, die Observation, beobachteten wir den Markt. Der Rest kommt nun von innen, aus den Quellen Ihres eigenen Unternehmens. Ausgerüstet mit allem nötigen Wissen begeben wir uns auf eine Spielwiese, um die möglichen Szenarien zu entwickeln.

 

Warnung!

Es gibt ein „aber“, die Digitalisierung  wird bei Ihnen nur dann zu einem wirkungsreichen Mehrwert und überragenden Erfolg werden, wenn Sie die nachfolgenden Regeln tatsächlich umsetzen. Ich würde Ihnen sogar raten, die Digitalisierung nur auf kleiner Flamme zu kochen und als nützliches, unterstützendes Anhängsel zu implantieren, wenn Sie nicht bereit sind, sie als Chance zu einer Disruption der eigenen Unternehmensentwicklung zu sehen.

 

Wozu Szenarien entwickeln?

Die gezielte Beschäftigung mit den Möglichkeiten mittels Kreativtechniken bietet die Grundlage, um später aus den Ergebnissen die nötigen Schlüsse zu ziehen, welche Ideen nützlich sind und es verdienen, weiterentwickelt und umgesetzt zu werden.

Die Regel lautet: je extensiver, verrückter im Sinne von wegrücken vom Status, unbelastet ohne negative Bewertungen oder Negierungen sich eine kreative Runde auf das Thema einlässt, umso größer ist die Chance, eine echte bemerkenswerte disruptive Möglichkeit, die Perle, zu entdecken.

Nehmen Sie die folgenden drei Dinge in die kreativen Sitzungen hinein.

  1. Die Statusberichte, wie Ihr Unternehmen zum Markt steht. Eine Momentanalyse.
  2. Die Statusberichte, wo Ihr Markt steht und was dieser im Moment umsetzt.
  3. Die Gründungs-Unterlagen, den Businessplan aus der untersten Schublade, die ursprüngliche Vision des Unternehmens, das Mission Statement, vielleicht sogar eine Biografie des Gründers.

Teilen Sie Ihr Meeting in einen Zeitrahmen, bei welchem Sie ca. 30% auf die ersten beiden Aspekte verwenden.

Haken Sie als erstes kurz ab, wie Ihr Unternehmen in Bezug auf die Digitalisierung dasteht. Wo steht Ihre IT und was leistet sie. Keine  Bewertung oder negative Perspektive – den nackten Status – nichts anderes.

Fragen Sie sich dann als zweites, was der Markt draußen macht. Wie heißen diejenigen Wettbewerber, welche – scheinbar – sich mit der Digitalisierung exponieren oder ein Wettbewerbs- rennen eingeläutet zu haben – glauben.

Was genau machen diese Unternehmen aus der Digitalisierung. Listen Sie das auf eine Wandtafel, aber ebenfalls auch hier gilt keinesfalls bewerten oder kritisieren – nur den nackten Status. Denn eines ist klar, Sie wollen keine Kopie werden, sondern es soll weit darüber hinaus gehen, es soll auch für den Wettbewerb eine heftige „Disruption“ bedeuten.

Dazu kann es manchmal auch hilfreich sein in eine völlig andere Branche hineinzuschauen, die eine Digitalisierung schon durchgeführt hat. Die Frage dabei ist, könnte man das nicht auch in der Ihrigen Branche anwenden?

 

Der kreative Prozess

Für den dritten Teil nehmen Sie sich 70% der Zeit. Lesen Sie gemeinsam die Vision und die Mission  des Unternehmens. Schreiben Sie die wichtigsten Punkte und Aussagen an die Wandtafel. Jetzt bewerten Sie die Aussagen und stellen die Wichtigste an erster Stelle.

Ist diese Aussage auch heute noch gültig für Ihr Unternehmen?

Wenn Ja, können Sie mit dieser Integrität arbeiten. Diese Aussage im Zusammenhang mit den Anforderungen des Kunden (der Markt)  und der Beobachtung der Ansätze der Digitalisierungs können dann die möglichen Szenarios gefunden werden.

Als erstes gilt, jede Idee, auch noch so verrückt, ist gut. Wie kann das Leben eines Kunden verbessert werden? Wie kann dem Kunden geholfen werden, zum eigenen Erfolg zu kommen? Welche Prozesse wären nötig, dass der Kunde diese Annehmlichkeiten auch spürt. Schauen Sie sich Videos von anderen Ideen an, die Drohne, welche das Amazon Paket dem Kunden vor die Haustür fliegt oder das selbstfahrende Auto. Dies alles sind Dinge, die als verrückt galten und nun dabei sind, Realität zu werden.

Was würde für Ihr Unternehmen am verrücktesten klingen und dabei alle Optionen ausnutzen für den Kunden und für Sie in Ihrem Workflow. Aus den verrückten Ideen dann die Machbaren zu evaluieren sollten Sie nicht so schnell angehen. Besser drei Meetings der kreativen Art und dann eines, das zur Evaluierung dient.

Was benötigen Sie, um solche Meetings abzuhalten? Natürlich kreative Skills. Dies bedeutet aber nicht unbedingt die kreativsten Leute aus Ihrem Unternehmen oder aus Agenturen zu sammeln. Weitaus besser ist es, den normalen Abteilungsleiter bis zum Lagerarbeiter zu wählen. Menschen, die sich selbst sogar als unkreativ sehen. Diese Gruppe schicken Sie dann in eine Weiterbildung, mittels eines kleinen Paketes von Workshops bzw. Seminaren werden diese präpariert, das Beste aus Ihrem Unternehmen herauszuholen. Sie würden staunen, wer sich für dieses Projekt aus Ihrem Unternehmen alles melden würde.

 

Nötige Skills, die Sie sich über ein Weiterbildungskonzept aneignen sollten

An erster Stelle: Kreativtechniken, denn diese kann man fast technisch einsetzen, ob man nun kreativ ist oder nicht, sie wirken immer.

Zweitens: Marketing, wie ticken Kunden, wie verarbeiten Ihre Kundensegmente Informationen? Wohin entwickelt sich der Markt? Hat sich Ihr Kunde verändert?

Drittens: Unternehmensentwicklung, Projektplanung und das Wissen um Wertschöpfungsketten.

Viertens: wie funktioniert Software Architektur, gibt es Grenzen bei der Digitalen Umsetzung.

Für dieses Wissen müssen keine langen Seminare besucht werden, es lässt sich in einem Paket zusammenstellen. Dazu brauchen Sie einen starken Partner, der Ihnen mit diesem Paket helfen kann. Mit dem Bildungskonzern 5D GmbH bietet sich Ihnen hier eine komplementäre Plattform aus dem das ganze Paket geschnürt werden kann:

MANAGER INSTITUT – MANAGER University – PROTRANET

Unsere Berater aus allen diesen Bereichen stehen Ihnen zur Verfügung und zeigen Ihnen gerne die attraktiven Weiterbildungskonzepte für Ihr Team oder für Sie selbst, um eine digitale Disruption in Ihrem Unternehmen oder für Sie zu ermöglichen.

 

 

 

 

The following two tabs change content below.

Daniel Ring

Neueste Artikel von Daniel Ring (alle ansehen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.