08.09.2020

Herausforderungen sind gut

Viele Innovationen, deren Gelingen und Herausforderungen zeigten sich zuerst als ein Problem oder zu mindestens als Hürde. Viele, die in der IT arbeiten, haben mit Sicht auf die Lösungssuche die Angewohnheit, Probleme als Herausforderungen anzunehmen und werden sich den entsprechenden Aufgaben stellen. Solange die Herausforderungen sich innerhalb Algorithmen und Code abspielen und dort auch gelöst werden können, sind die Herausforderungen gerne gesehen und werden meist tatkräftig angegangen. Ein Problem als Herausforderung anzunehmen kann erfrischend und gut für unsere Gehirnmuskeln sein, doch wir sind sehr wählerisch, welche Probleme wir als Herausforderungen ansehen. Viele Probleme bleiben einfach Probleme, weil sie uns unangenehm sind, uns bedrohen oder nicht in unseren Lösungsansatz unserer Skills passen. 

Man sagt, dass ein Kapitän sich erst dann als Kapitän erwiesen hat, wenn er auch ein Schiff durch einen Sturm manövrieren kann. Viele unserer deutschen Manager haben Segeln bei ruhigem Wetter gelernt und werden unsicher sobald die See rauer wird. Für die IT sind raue Zeiten angebrochen und diejenigen, die mit den Stürmen umgehen können, werden überleben.

Dabei sind nicht einmal die Giganten von negativen Überraschungen geschützt. Riesige Unternehmen werden heute von kleinen Startups angegriffen und können über Nacht erheblichen Marktwert verlieren. Auch dadurch wird der Markt für viele immer enger und für Unternehmer unüberschaubarer. Daraus erwachsen so viele neue Probleme, dass es manchen Managern schwindlig wird und sie angesichts der vielen Herausforderungen gern das Handtuch werfen möchten. Doch das ist letztlich nicht möglich, ohne das Gesicht zu verlieren und würde dem Wirtschaftswachstum eines Unternehmens unsinnig hinderlich sein.  

 

Das große Erwachen in der IT 

Überraschend ist in dieser Krise, und damit ist nicht die Pandemie selbst gemeint, der zunehmende Druck auf die Entwicklung neuer Lösungen. Die Pandemie hat dies nur verstärkt, konnte man sich vorher noch auf die bestehende Wertschöpfungskette berufen und einigermaßen darauf stützen, ist diese Sicherheit mit der Pandemie auf einmal verschwunden. Die IT hatte früher die Antwort auf jede digitale Frage, doch nun ist die IT nicht mehr eine isolierte Abteilung, die die Lösungen für die Unternehmer-Etage produziert. 

Heute sind viele der Herausforderungen in einem Unternehmen nicht mehr nur durch eine Codierung zu lösen. Der Unternehmensworkflow ist inzwischen organisatorisch und digital in allen Bereichen verwoben. IT ist nicht mehr nur eine selbstständige Einheit mit Dienstleistungen für das Unternehmen. Alle Unternehmens-Bereiche sind IT und eine Wertschöpfungskette wird über viele Teilbereiche bis in kleinste Einheiten durch Bits und Bytes gesteuert. Produktionsabläufe werden per App gelenkt, mit Material gefüttert und auch die Ergebnisse werden digital produziert.  

 

Während Du schliefst 

Man könnte es auch so ausdrücken, während die meisten Unternehmer schliefen, hat die IT den Rest des Unternehmens übernommen. Eine feindliche Übernahme. Aber dies ist der falsche Ansatz, denn letztlich haben die Unternehmer die IT beauftragt. Der eigentliche Treiber kommt auch nicht aus der internen EDV, sondern meistens durch Angebote von neuen Unternehmen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ein Stück aus dem Wertschöpfungskette der Unternehmen oder der ganzen Wirtschaft herauszunehmen und zu einem Outsourcing-Projekt zu machen. Unternehmen, die winzige Teile und Schnittstellen zu ihrer Kernkompetenz machen, sich spezialisieren und bessere und schnellere Ergebnisse liefern als es intern in Unternehmen möglich wäre. Dazu gehören inzwischen hunderte der kleinen Einheiten aus allen Wertschöpfungsketten der Wirtschaft, wie Bezahldienste oder Produktions-Workflows-Steuerungen oder Lösungen für Dokumentenhandling, Digitalisierungs-Dienste oder aktuell Video-Dienste. Der Umsatz der neuen Dienste ist atemberaubend und kann tradierte Unternehmen ins Schwitzen bringen. 

 

Lösungen von gestern reichen nicht mehr aus 

Ein Grund warum das so ist: längst haben die Anforderungen an die EDV das Parkett der IT-Niederungen verlassen und es sind viele weitere multivalente Anforderungen dazu gekommen. Eine EDV, die nicht versteht, dass ihre Erzeugnisse in die Unternehmens-Prozesse wie Organe implantiert werden müssen, gehört zur alten Garde. Sich auf bestehende tradierte Prozessschritte, Lösungen aus Code und Algorithmen zu konzentrieren, ohne dabei die wesentlichen Schnittpunkte der unternehmerischen Anwendung zu verstehen, ist für das Unternehmen mehr als schädlich. Warum sich viele ITler immer noch gegen ihre Erweiterung um unternehmerisches Wissen sträuben, liegt klar auf der Hand. Doch wer sich nicht ändern kann, wird unweigerlich ausgesondert. Der Wettbewerb kennt keine Gnade. Es wird Zeit, dass die Veränderungen zum neuen Selbstverständnis der IT wird. In diesem Falle ist es die IT, die sich anpassen muss, die Schiffe losmachen muss, raus aus den Inseln und alle Segel setzen, um mit den Vorgaben mithalten zu können.  

Viele der Anforderungen, die ITler am Rande mitbekommen, werden immer noch ausgeblendet. Die Beteiligung der IT an unternehmerischen Aufgaben ist immer noch gering. Doch hier braucht es Innovation, unternehmerische Probleme sind zunehmend Teil der IT und die Code Architekten sind ebenso zuständig, wie die Manager. Die Herausforderung als IT anzunehmen, kann erfrischend und für das ganze Unternehmen eine neue Chance bieten.  

IT-Mitarbeiter halten sich oftmals selbst nicht für fähig genug, um unternehmerische Aufgaben zu übernehmen. Diese Annahme ist aber ein Klischee und längst entlarvt. Geben Sie klugen Köpfen die Gelegenheit, Probleme zu lösen und sie werden Lösungen schaffen. Die Grundlage dazu sind unternehmerisches Wissen um den Workflow im Firmenalltag.  

„Wissen der Wirtschaft“ wird Ihnen in unseren Weiterbildungskonzepten aus drei starken Bereichen zur Verfügung gestellt.  

 

PROTRANET – MANAGER INSTITUTMANAGER University

 

Aus Angeboten aus diesen drei Säulen werden zukünftige Weiterbildungskonzept bestehen müssen, um für das Kultur-Shift in der IT gerüstet zu sein. Auf der Webseite finden Sie Online- und Präsenz-Angebote, zögern Sie nicht uns anzurufen: 0800 3400311.

 

 

 

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