06.07.2021

Man muss nicht der Erfinder sein, um Erfolg zu haben

Unser Erfolgsdenken ist oftmals an die Einmaligkeit gebunden. Als Unternehmer oder Projektentwickler suchen wir eine einzelne Idee, etwas Neues, welches sich von allem anderen unterscheidet. Das herausragende Neue und die damit einhergehende Führungsrolle ist stark in unserem Fokus und dies kostet uns immense Investitionen und meist bis an die Grenze herausforderten Aufwand. 

Die abnehmende Entropie des Neuen 

Doch Tatsache ist, dass tatsächlich Neues immer seltener gefunden oder entwickelt wird. Es ist selten geworden ein echt neues Metall oder einen neuen chemischen Baustein oder auch ein grundlegend neues Verfahren zu finden. Alle Entwicklungen basieren bereits auf Entdecktem oder Erfundenem und etwas, was uns als Neues angeboten wurde, ist meist eine Kombination von mehreren bereits Bekanntem. Ob es sich also lohnt, sich auf etwas völlig Neues bis dato Unbekanntes zu konzentrieren, ist eine Frage des Budgets geworden. Grundlagenforschung ist heute die teuerste Forschung aller Forschungsbereiche und selbst dann sind die Ergebnisse dieser Arbeiten selten tatsächlich neu.  

Wenn dies für die Grundlagenforschung gilt, warum nicht auch für das Marketing, die IT oder die Produktentwicklung? Sind in diesen Bereichen noch disruptive Entwicklungen möglich? Ganz sicher, aber auch hier sind die Spielräume sehr eng geworden. Meist ist es nicht der Erfinder, der den Lohn erhält, sondern der schnellste Umsetzer. 

Als es noch Neues gab 

Obwohl IBM den PC, also den Minirechner nicht erfand, veränderte es mit dem „5150“ die Welt. Vor dreißig Jahren kam der Heimcomputer auf den Markt. Nach einem Jahr harter Arbeit mit einem kleinen Team, stellte am 12. August 1981 Philip Estridge von IBM im Ballsaal des New Yorker Hotels Waldorf-Astoria den allerersten massentauglichen Personal-Computer vor. 

Der graue Plastikkasten mit Bildschirm und Tastatur wog noch einen halben Zentner, aber der Standard war geboren. Alle Erfinder davor waren nun verurteilt in Nischen zu agieren, über zwei Jahrzehnte beherrschte IBM als Führer den Markt. 

Die vielen Großunternehmen kamen alle später, obwohl im selben Jahr Digital Equipment den „PDP-8-Minicomputer“ herausbrachte und kurz darauf HP den „HP 2100“ auf den Markt brachte, konnten sie den Marktführer für lange Zeit nicht einholen. 1973 kam aus Frankreich von R2E der „Micral-N-Microcomputer“ für 1750 Dollar auf den Markt und 1975 kam MITS mit dem „Altair-8800“ auf den Markt und verkaufte in zwei Jahren über 40.000 Stück. Erst 1976 starteten Steve Jobs und Steve Wozniak um den ersten Apple vorzustellen. Der „TRS-80“ kam, Commodore folgte mit dem „Pet-Computer“. 1979 gab es 500 Computermodelle in der Welt und es wurden fast eine Million Minicomputer verkauft. Keiner der Hersteller hatte ihn erfunden, aber jeder veränderte die Welt der Computer. 

In der Landschaft der Software sieht es ähnlich aus. Hier ist die Geschichte ebenfalls bekannt und jeder kennt den Verlauf von Microsoft. 1978 benötigte der Programmierer und Hardware-Entwickler Tim Paterson, der bei Seattle Computer Products arbeitete eine Steuerung für eine CPU-Einsteckkarte, zuerst auf einem Chip und dann in einer späteren Version als Q-DOS 1980 als losgelöstes Betriebssystem. Das wurde die Grundlage für das erste massentaugliche Betriebssystem. Microsoft kaufte 1981 die Rechte an dem Code und nannte es MS-DOS. Bald wurde Bill Gates klar, dass eine Benutzerführung notwendig wird, wenn die Idee eines PCs auf jedem heimischen Schreibtisch Wirklichkeit werden soll. Erst im November 1985 gelang es dann den Entwicklern das erste Windows, also eine Nutzeroberfläche anzubieten. Der Rest ist Geschichte, keiner denkt heute noch an die ersten Schritte und die vielen Schweißtropfen, die die Entwickler investierten. Tim Paterson bekam 50.000 Dollar für einen Code der zu einer Milliarden-Quelle für die Microsoft-Kassen wurde. 

Allen Erfindungen liegen Visionen zu Grunde.  

Einer denkt es zum ersten Mal, ein Zweiter fängt den Gedanken auf und legt die Grundlagen. Im Dezember 1968 visionierte Douglas Engelbart, ein Forschungsingenieur aus Stanford, in San Francisco vor wissenschaftlichen Zuhörern von weltweit zugänglichen digitalen Texten, von Hypertexten, Medien und Hypermedien. Er deutete die Möglichkeiten von einem weltumspannenden Netzwerk verbundener PCs. Das verblüffte Publikum war schnell von der Idee begeistert. Die Wissenschaftler griffen die Idee auf und 1969 entstand das Arpanet, welches vor allem Universitäten verband.  

1990 wurde von der National Science Foundation der USA, das Internet für kommerzielle Zwecke freigegeben und Tim Berners-Lee entwickelte 1989 am CERN den Code für das World Wide Web, weil er eine Kommunikationserleichterung für seine Arbeit erschaffen wollte. Im August 1991 machte der Wissenschaftler das Projekt weltweit verfügbar. Der Rest ist die schnellste technologische und alle Gesellschaftsschichten umfassende Geschichte der Menschheit. Sie erzeugte Millionen von neuen Entrepreneuren und digitale fokussierte Unternehmen. 

Suchen Sie nicht nach dem heiligen Gral des Neuen  

Versuchen Sie eine bereits bestehende Anwendung besser zu machen als jede Form davor. Dazu benötigen Sie lediglich Grundlagenwissen, Organisationstalent und Mut zur Lücke. 

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